Ein Erklärvideo – auch Erklärfilm, Erklärungsvideo oder Video Animation genannt – ist ein kurzes, meist animiertes Video, das ein komplexes Thema in ein bis zwei Minuten verständlich macht. Es übersetzt Fachsprache in Bildsprache.
Videodesign in Luzern produziert Erklärvideos seit 2012 – über 6’500 Videos, vertont auf Deutsch, Französisch und Italienisch und auch auf Englisch. Ein 90-Sekunden-Erklärvideo gibt es dort zum Fixpreis ab CHF 7’500, fertig in vier bis sechs Wochen.
Du willst ein Erklärvideo in Auftrag geben, oder prüfen, ob das bestehende wirklich gut ist? Dann brauchst du keine Theorie, sondern eine klare Checkliste. Hier sind die 12 Merkmale, die wirklich den Unterschied machen.
1. Fokus auf das Wesentliche
Ein Erklärvideo erklärt eine Sache. Nicht fünf. Das klingt simpel, ist aber die häufigste Herausforderung: Unternehmen wollen zu viel in ein einziges Video packen. Die Folge? Das Publikum verliert den Faden und klickt weg.
Bevor du anfängst, beantworte diese eine Frage: Was soll jemand nach dem Video verstehen, fühlen oder tun? Alles, was darüber hinausgeht, gehört nicht ins Video.
2. Starkes Storytelling
Facts tell, stories sell – das gilt besonders für Erklärvideos. Ein gutes Video zeigt zuerst das Problem, dann die Lösung. Das Publikum erkennt sich wieder, wird neugierig und bleibt dran.
Das Rezept ist einfach: Protagonist → Problem → Lösung → Transformation.
Klingt nach Hollywood, funktioniert aber genauso gut für eine Versicherung oder eine HR-Software. Mehr dazu findest du in unserem Storytelling-Ratgeber.
3. Die richtige Länge
So kurz wie möglich, so lang wie nötig. In der Praxis heisst das:
- 60–90 Sekunden für ein Standard-Erklärvideo auf der Website
- 2–3 Minuten wenn komplexe Prozesse es wirklich verlangen
- 15–20 Sekunden für Social-Media-Teaser
Längere Videos funktionieren aber nur wenn jede Sekunde einen Grund hat, da zu sein. Dein Call-to-Action kommt sonst zu spät.
4. Klare Sprache
Kein Fachjargon, keine Schachtelsätze, keine Passivkonstruktionen. Schreib so, wie du einem Freund etwas erklärst. Nicht so, wie es im Unternehmens-Wiki steht.
Faustregel: Wenn ein 14-Jähriger das Skript nicht versteht, ist es zu kompliziert.
5. Zielgruppe zuerst
Ein Video für alle ist ein Video für niemanden. Bevor das Konzept steht, muss klar sein: Wer schaut das Video? Was weiss diese Person bereits? Was braucht sie, um zu handeln?
Ein Erklärvideo für einen IT-Entscheider klingt anders als eines für den Endkunden. Ton, Sprache, Stil, alles folgt aus dieser Antwort. Schau dir dazu unseren Beitrag zu persona-basiertem Storytelling an.
6. Bild und Ton erzählen dasselbe – nur anders
Ein häufiger Fehler: Das Voiceover liest vor, was man sowieso sieht. Das ist verschwendetes Potenzial. Gute Visualisierung ergänzt den gesprochenen Text. Sie zeigt, was Worte nicht sagen können.
Konkret: Wenn der Sprecher «Prozesse werden schneller» sagt, zeigt die Animation nicht den Text «schneller», sondern ein visuelles Bild von Geschwindigkeit. So bleibt die Botschaft im Gedächtnis.
7. Professionelles Voiceover
Die Stimme ist das Gesicht des Videos. Ein schlechtes Voiceover zerstört auch die beste Animation. Wichtig ist nicht nur die Qualität der Aufnahme, sondern die Energie, der Rhythmus und die Authentizität der Stimme.
Wichtig: Die Stimme muss zur Marke passen. Eine Fintech-Startup klingt anders als eine Kantonalbank. Mehr dazu im Beitrag zu Voiceover für Erklärvideos.
Natürlich ist die Kulisse genauso wichtig wie die Elemente im Vordergrund. Deshalb darf auch die passende Hintergrundmusik nicht fehlen. Hier lohnt es sich, auf SUISA-freie Musik (bzw. GEMA falls in Deutschland) zurückzugreifen, sodass keine unerwarteten Gebühren auf dich zukommen. Mehr dazu im Beitrag zur Rolle von Musik und Soundeffekten.
8. Originalität und Wiedererkennungswert
Dein Erklärvideo ist auch ein Markenbotschafter. Farben, Illustrationsstil, Musik, all das kommuniziert, wer ihr als Unternehmen seid. Ein generisches Template-Video tut das nicht.
Das bedeutet nicht, dass es teuer sein muss. Aber es braucht einen bewussten visuellen Stil, der zu eurer Marke passt und sich von der Konkurrenz abhebt.
Startest du eine eigene Videokampagne mit mehreren Erklärvideos, zieh dein CI konstant durch. Mit der Platzierung deines Logos am Schluss des Erklärvideos bleibt deine Marke in den Köpfen der Zuschauer.
9. Barrierefreiheit
Ein gutes Erklärvideo erreicht alle – unabhängig von Einschränkungen. Untertitel sind mittlerweile Standard, nicht Kür. Das hat auch einen praktischen Vorteil: 85 % der Videos auf Social Media werden ohne Ton angeschaut.
Darüber hinaus gilt: ausreichend Kontrast in der Visualisierung, keine rein farbbasierten Informationen, klare Schriften. Wie du Erklärvideos wirklich für alle zugänglich machst, erklären wir im Beitrag zu Barrierefreiheit in Erklärvideos.
10. KI als Werkzeug – sinnvoll eingesetzt
KI verändert die Produktion von Erklärvideos. Voiceover-Generierung, automatische Untertitel, KI-assistiertes Scripting, das macht bestimmte Schritte schneller und günstiger. Aber: KI ersetzt keine Strategie, kein Konzept und keine kreative Entscheidung.
Das Resultat spürt man. Videos, die zu 100 % KI-generiert sind, wirken oft generisch. Der Wert liegt in der Kombination: KI für Effizienz, Mensch für Kreativität und Markenstimme. Mehr dazu in unserem Beitrag zu KI Storytelling.
11. Korrektheit und Sorgfalt
Besonders bei erklärenden Inhalten: Versicherungen, Finanzen, Gesundheit, Recht – ist inhaltliche Korrektheit nicht verhandelbar. Ein Fehler im Video ist schwieriger zu korrigieren als ein Fehler auf einer Website.
Das heisst konkret: Fachliche Gegenlese durch Experten vor der Produktion, klare Freigabeprozesse im Briefing, und ein Video-Konzept, das Raum für Updates lässt.
12. Klarer nächster Schritt
Jedes Erklärvideo braucht einen Call-to-Action. Nicht als Pflichtübung am Ende, sondern als logische Konsequenz der Geschichte. Was soll jemand jetzt tun?
Demo buchen, Kontakt aufnehmen, mehr erfahren, herunterladen. Es braucht immer nur einen Schritt. Wer zwei oder drei CTAs anbietet, bekommt meistens gar keine Reaktion.
Welche Arten von Erklärvideos gibt es?
Die drei meistgefragten Stile:
- Whiteboard, mit reduzierter Zeichentechnik, klaren Botschaften und Highlightfarben gemäss deinem CI.
- Flat Design, mit einprägsamen Bildern, bewegten Charakteren und der vollen Farbpalette deiner Marke.
- Isometrisch, mit 3D-Vektorillustrationen und maximaler Raumnutzung für den Big-Picture-Effekt.
Dazu kommen 2D- und 3D-Erklärvideos und Screencasts. Weitere Stile zeigt unsere Übersicht Erklärvideos: Stile & Arten.
Was kostet ein Erklärvideo?
In der Schweiz kostet ein professionelles 60-Sekunden-Erklärvideo branchenüblich rund CHF 5’500 bis 15’000. Bei Videodesign gibt es 90 Sekunden zum Fixpreis: Whiteboard CHF 7’500, Flat Design CHF 9’500, Isometrisch CHF 12’500. Alle Pakete und Preisfragen findest du auf unserer Seite zu den Erklärvideo Kosten & Preisen.
Häufige Fragen zum Erklärvideo
Gibt es ein anderes Wort für Erklärvideo?
Ja: Erklärfilm, Erklärungsvideo, Explainer Video oder Video Animation meinen dasselbe. «Erklärfilm» ist die etwas traditionellere Bezeichnung, «Erklärvideo» die heute gebräuchlichere; in der Schweiz sind beide verbreitet.
Was ist der Unterschied zwischen Erklärvideo und Lernvideo?
Ein Erklärvideo macht ein Thema in rund 90 Sekunden verständlich; das Lernvideo will, dass die Inhalte sitzen – mit Wiederholung, Interaktion und überprüfbaren Ergebnissen. Kombiniert ergeben beide oft die stärkste Lernkampagne. Mehr dazu auf unserer Seite zu E-Learning Videos & Lernvideos.
Wo werden Erklärvideos eingesetzt?
Überall, wo Verständnis zählt: auf der Website, im Vertrieb, in Schulungen, in der internen Kommunikation und auf Social Media – am häufigsten in Marketing, Sales, HR und interner Kommunikation, für Produkte, Prozesse, Strategien und neue Features.
Das Fazit
Ein gutes Erklärvideo ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis von klarer Strategie, durchdachtem Storytelling und sorgfältiger Produktion. Diese 12 Merkmale sind deine Checkliste, ob du ein Video bewertest, briefst oder in Auftrag gibst.
Du willst wissen, ob dein Erklärvideo diese Kriterien erfüllt? Wir schauen’s uns gerne gemeinsam an.